Gutartig heißt nicht unbeachtlich

Eine gutartige Prostatavergrößerung ist keine Krebserkrankung. Möglich sind ein schwacher Harnstrahl, Startschwierigkeiten und nächtliches Wasserlassen. Solche Beschwerden können auch andere Ursachen haben und reichen allein nicht für eine Diagnose aus.

Wann abklären lassen?

Sprechen Sie bei neuen oder zunehmenden Beschwerden mit Ihrer Arztpraxis. Können Sie gar kein Wasser lassen, ist dringend medizinische Hilfe nötig. Auch Blut im Urin oder Schmerzen müssen zeitnah abgeklärt werden. Warten Sie damit nicht auf einen Aktionstag oder einen geplanten Kontrolltermin.

Arzneimittel, Ergänzungen und Kontrollen

Die Behandlung richtet sich nach der ärztlichen Beurteilung. Beginnen oder ändern Sie keine Therapie eigenständig; nennen Sie auch eingenommene Nahrungsergänzungsmittel. Ein PSA-Wert muss im klinischen Zusammenhang beurteilt werden und ist allein keine Krebsdiagnose.

Konkrete Beobachtungen mitbringen

Wie oft stehen Sie nachts auf? Seit wann ist der Harnstrahl verändert? Leiden Schlaf und Alltag darunter? Notieren Sie Ihre Beobachtungen und bringen Sie eine Liste der Arzneimittel und Ergänzungsmittel mit. So lässt sich die Belastung im Arztgespräch konkreter beschreiben.

PSA: gemeinsam entscheiden

Besprechen Sie vor dem Test Nutzen und Grenzen für Ihre Situation. Ein erhöhter Wert kann auch nicht tumorbedingte Ursachen haben und weitere Untersuchungen erfordern. Lassen Sie das Ergebnis ärztlich einordnen, statt Untersuchungen oder Behandlungen anhand einer Internet-Tabelle selbst festzulegen.

Weiterführende Quellen

Quellen geprüft am 2026-10-18.

Allgemeine Informationen ersetzen keine individuelle ärztliche oder pharmazeutische Beratung.